Jubiläen sind stets ein Anlass zu selbstbewusster Rück- und Vorschau. Die Besinnung auf die Geschichte, die Gegenwart formt und Zukunftsgestaltung vorgibt, vereint sich in einer Bilanz des Erreichten und des eigenen Selbstverständnisses.

 

Liebe Mitglieder/innen der FC Knappen Freckenhorst, liebe Besucher,

Was haben Fußballfanclubs und Babys gemeinsam?

Ja, beide können manchmal ziemlich laut sein.

Aber mir ist noch etwas eingefallen:

Beide entstehen aus Liebe!

Nun, auch Fußballvereine sind das Resultat großer Zuneigung, in diesem Fall zum Sport. Diese Liebe war es auch, die 1977 die Gründer an der Theke zusammengeführt hat. Damals haben Fußball-Fans beieinander gesessen und von einem eigenen Verein für Freckenhorst geträumt. Erst haben sie geträumt, dann gegrübelt, dann geplant und schließlich gegründet:

Am 16. Aug. 1977 wurde ihr „Baby“, der Fanclub FC Knappen Freckenhorst „geboren“. Natürlich hat der kleine Schalke Fanclub dann sehr schnell laufen gelernt: Einmal aus der Traufe gehoben, ist er jedem Ball hinterher gerannt, der ihm vor seine Fußball-Schühchen gerollt ist.

Und er ist gewachsen – natürlich sehr zur Freude seiner treu sorgenden Väter. Er hat gelernt, immer geschickter mit dem Ball umzugehen, sodass die anderen „Kinder“, die Vereine aus der Nachbarschaft, schnell Respekt vor ihm hatten.

Das Kleinkindalter hatte der Fanclub somit erfolgreich hinter sich, und mit 15 Jahren ist er seinen Kinderschuhen dann endgültig entwachsen. Auch das Trikot drohte aus allen Nähten zu platzen. Es half nichts, er musste komplett neu eingekleidet werden. Doch gab es auch die so genannten Flegeljahre. Er kam mit dem „Taschengeld“ nicht aus, und er hat seinen Vätern manche Sorge bereitet (Mitgliederverlust etc.).

Aber lassen wir das! Denn bald ist unser Fanclub reifer und vernünftiger geworden, und im Alter von 25 Jahren hat er seine Väter für alle Sorgen entschädigt, die er ihnen je bereitet hat: Er ist Klassenbester geworden (Erfolgreiche Veranstaltungen und Präsentationen während des ganzen Jahres – Ein Jubiläumsjahr mit Spielerempfang und mehr).

So sind die Jahre dahingegangen: Der Verein ist gewachsen, hat mit Misserfolgen fertig werden müssen, aber auch Erfolge verbuchen können. Doch leider kenne ich diese Zeit nur vom hören – sagen. Bei all dem war da noch eine andere Seite des Vereinslebens – die gesellige Seite. Wir haben zusammen gearbeitet und zusammen gefeiert. Und in diesem Jahr feiert unser Schalkefanclub  schon seinen 35 Geburtstag! Leider – möchte ich einerseits sagen, ist das, was ich mitbekommen habe, viel zu schnell gegangen. Zum Glück – meine ich andererseits, denn die Hürden, die Heranwachsenden eben im Wege stehen, hat der Fanclub alle erfolgreich überwunden.

Nun ist er zu einem „stattlichen Kerl“ mit gefestigtem Charakter herangewachsen – ein Schalke Fanclub halt. Man kann sich auf ihn verlassen, er ist für einen da, egal ob man Freud’ oder Leid mit ihm zu teilen hat. Und wer hat ihn zu so einem „tollen Kerl“ gemacht?

Alle, wir alle, liebe Mitglieder. Vielen Dank für euren Einsatz im Wurst- oder Glühweinstand, bei Veranstaltungen und im Vereinsleben! Jeder weiß, wie schwer es sein kann, einen Verein zu führen und am Leben zu halten.

Auch den Familien und den verstorbenen Mitgliedern gilt mein Dank. Denn wer seine Zeit mit dem Fanclub verbringt, verbringt sie nicht zu Hause. Die einzige Chance, die manch Angehöriger hat, ist, selbst Mitglied zu werden. Das machen wir jedem leicht – wir haben schließlich einen Familientarif.

Also. Auf die FC Knappen Freckenhorst, auf seine „Väter“ und alle seine Förderer und Mitglieder! Bedanken möchte ich mich außerdem, bei allen Vorstandsmitgliedern, die mir zu jeder Zeit tatkräftige Unterstützung anbieten. Auf uns alle und diejenigen, die diesen Verein schätzen.

Dieses Jahr 2012 wird anders. Anders im positiven Sinne. Ein Jubiläumsjahr das nicht vergessen werden soll. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten sollen dieses Jahr abrunden und vervollständigen.

Somit wünsche ich uns allen, ein erfolgreiches und ereignisreiches Jubiläumsjahr 2012.

Glück auf!


gez. Benedikt Großfeld